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Neue Oberstufe (NOST)

=> Wiederholen von Stoffgebieten, nicht von Klassen!

Die neue Oberstufe (NOST) stellt ein modernes pädagogisches Gesamtkonzept mit dem Ziel verstärkter Individualisierung und Kompetenzorientierung dar. Sie hat den Anspruch, die Motivation der Schüler/innen zu heben, indem positive Leistungen immer anerkannt werden und auch bei Wiederholungen erhalten bleiben. Sie soll zu höheren Erfolgsquoten und einer Reduktion von Klassenwiederholungen führen.


Modell der Neuen Oberstufe

Wie sieht die Lehrstoffverteilung aus?

  • Semesterweise Lehrstoffverteilung in Kompetenzmodulen – Semestergliederung der Bildungs- und Lehraufgaben sowie des Lehrstoffes.

Wann und wie werden die Leistungen beurteilt?

  • Semesterweise Beurteilung: Semesterzeugnis nach jedem Winter- und Sommersemester
  • Semesterprüfung zum Ablegen kleinerer Lehrstoffpakete (bei negativ beurteilten oder nicht beurteilten Unterrichtsgegenständen)
  • Anerkennung von Teilleistungen in einem Gegenstand, wenn dieser im betreffenden Semester in Summe negativ beurteilt wurde.

Wer wird gefördert?

  • Schüler und Schülerinnen mit Unterstützungsbedarf erhalten eine individuelle Lernbegleitung (ILB). Fachunterricht, Förderunterricht und individuelle Lernbegleitung unterstützen auf diese Weise die Schüler und Schülerinnen in einem neuen Gesamtkonzept.

Wann ist ein Aufsteigen in die nächste Schulstufe möglich?

  • Positiver Abschluss jedes Pflichtgegenstandes in jedem Semester; über nicht positiv bzw. nicht beurteilten Lehrstoff muss eine Semesterprüfung abgelegt werden, die grundsätzlich zweimal wiederholt werden darf.
  • Aufstiegsberechtigung in die nächste Schulstufe: Entscheidung erfolgt am Ende des Unterrichtsjahres bzw. nach Ablegung von Semesterprüfungen an den Wiederholungsprüfungstagen auch nach diesen.
  • Eine Schulstufe wiederholen müssen nur Schüler und Schülerinnen, die mehr als zwei "Nicht genügend" bzw. Nichtbeurteilungen in den Semesterzeugnissen des Schuljahres aufweisen. Einmal im Verlauf der Oberstufe ist ein Aufsteigen mit drei "Nicht genügend" bzw. Nichtbeurteilungen in die nächste Schulstufe möglich, sofern die Klassenkonferenz dies beschließt.

Weitere Links:

https://www.oesterreich.gv.at/themen/bildung_und_neue_medien/schule/2/Seite.110007.html

https://www.bildungssystem.at/footer-boxen/haeufig-gestellte-fragen-faq/nost-was-ist-neu/


Semestrierte Oberstufe (SOST) - Eckpunkte

Ausrichtung des Unterrichts

  • Semestrierte Lehrpläne
  • Verdichtung der Lernaktivität, da sowohl im Winter- als auch im Sommersemester in allen Unterrichtsgegenständen (positive) Leistungen erbracht werden müssen. 

Leistungsdokumentation

  • Semesterweise Beurteilung: Semesterzeugnis nach jedem Winter- und Sommersemester
  • Bei negativ beurteilten oder nicht beurteilten Unterrichtsgegenständen zeigt das Beiblatt zum Semesterzeugnis die fehlenden Kompetenzen auf, die in einer Semesterprüfung nachgewiesen werden müssen. Zudem können im Beiblatt ergänzende pädagogische Ausführungen vermerkt werden. 

Förderung

  • Das System der Frühwarnung während des Semesters ist optimiert.
  • Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf erhalten eine individuelle Lernbegleitung (ILB). Fachunterricht, Förderunterricht und individuelle Lernbegleitung unterstützen auf diese Weise die Schülerinnen und Schüler in einem neuen Gesamtkonzept.
  • Einzelne Unterrichtsgegenstände können durch Ablegung von Semesterprüfungen vorgezogen beziehungsweise sodann übersprungen werden. Damit wird auch ein früherer Antritt zur abschließenden Prüfung im jeweiligen Pflichtgegenstand ermöglicht.    

Aufsteigen

  • Positiver Abschluss jedes Pflichtgegenstandes in jedem Semester: über nicht positiv beziehungsweise nicht beurteilte Kompetenzen muss eine Semesterprüfung abgelegt werden, die grundsätzlich einmal wiederholt werden darf.
  • Aufstiegsberechtigung in die nächste Schulstufe: Die Entscheidung erfolgt am Ende des Unterrichtsjahres beziehungsweise nach der Ablegung von Semesterprüfungen an den Wiederholungsprüfungstagen bzw. spätestens vier Wochen nach dem letzten Tag der Wiederholungsprüfungen.

Reduzierung von Schulstufenwiederholungen und der damit verbundene Verlust an Lern- und Lebenszeit: Schülerinnen und Schüler dürfen in die nächste Schulstufe aufsteigen, wenn ein Semesterzeugnis in einem Pflichtgegenstand ein „Nicht genügend“ bzw. eine Nichtbeurteilung aufweist und der Pflichtgegenstand in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist. Dies gilt jedoch nur, wenn derselbe Pflichtgegenstand in einem Semesterzeugnis der vorangegangenen Schulstufe mit einer positiven Beurteilung abgeschlossen wurde. Einmal im Verlauf der Oberstufe ist ein Aufsteigen mit insgesamt zwei „Nicht genügend“ beziehungsweise zwei Nichtbeurteilungen in den Semesterzeugnissen möglich, sofern jeder dieser Pflichtgegenstände in einer höheren Schulstufe lehrplanmäßig vorgesehen ist und die Klassenkonferenz die Berechtigung zum Aufsteigen erteilt. Dies gilt jedoch nur, wenn diese Pflichtgegenstände in einem Semesterzeugnis der vorangegangenen Schulstufe mit einer positiven Beurteilung abgeschlossen wurden.

SOST PDF


Individuelle Lernbegleitung (ILB)

Die Individuelle Lernbegleitung (ILB) soll als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden werden.

Sie darf nicht mit einem Förderunterricht verwechselt werden, sie ist gegenstandsunabhängig. Der/die ausgebildete Lernbegleiter/in unterstützt und begleitet vor allem Schüler und Schülerinnen mit Lern- und/oder Leistungsdefiziten (auch bei längerer Krankheit).

Eine ganzheitliche und individuelle Unterstützung, ein optimaler Lernprozess und ein angemessenes Zeitmanagement stehen im Fokus dieses Angebots.

Das Lernbegleiter/innenteam an unserer Schule:

v.l.n.r.: Mag.a Karin Lembäcker, Mag.a Liesbeth Wachmann, Mag. Karl-Heinz Auckenthaler, Mag.a Barbara Binder, Mag.a Isabella Unger